(22.04.2011) USK (RB) Anif – SV Austria Salzburg 0 :2 (0:0):

Hinter dem Maximarkt, 2500 und 6 Zuschauer

oder

„Saturday Night Fever in Anif….Oida!“

Karfreitag am 22. April 2011. 16:30 Uhr 27°Celsius. „Austria -->“ stand auf einem kleinen Holzschild vor der Zufahrt zum Anifer Sportzentrum und ebendieses leitete den anrollenden violetten Tross zum Maximarkt um, auf welchem der hintere Bereich des riesigen Parkplatz für uns reserviert war. Einen gemütlichen 2 Mile Walk mit Mineral und leerem Kornspitz (war ja Karfreitag) später, stand man vor einem satten Grün welches aufgrund perfekter Bedingungen eher an einen Golfplatz denn an einen Fußballrasen erinnerte. Der herrliche Fußballrasenduft stieg einem bereits außerhalb der Bauzaunabsperrung in die Nase. Noch schnell abtasten lassen, acht Euro für den Eintritt berappen und ab die Post auf den sonnigsten Auswärtssektor seit langem.

Der violette Anhang hatte die gesamte Gegengerade (zart ansteigender Rasenhügel) zugeteilt bekommen. Es erinnerte irgendwie an PSV Zeiten. Etwa eine Stunde vor Spielbeginn am Platz strahlte der gelbe Planet in seiner vollen Pracht auf die zunehmende Menge. Dieser Zuschauerstrom sollte im Endstadium einen äußerst vorzeigenswerten stimmgewaltigen Auswärtsmob ergeben und verzögerte auch den Spielbeginn um 10 Minuten. Genug Zeit also um sich zu sonnen und etwas über die anstehenden 90 Minuten fachzusimpeln.

Mit einem Unentschieden wären wir schon zufrieden so die einhellige Meinung, aber irgendwie wollte doch jeder von uns den Anifern in die selbst zubereitete Meistersuppe spucken.

In dieser Art entwickelte sich auch die erste Hälfte. Keine der Mannschaften versteckte sich, es waren Lattenschüsse auf beiden Seiten dabei. Dass mittlerweile alle Gegner der Liga keine Blassfüßigen sind und durchaus kicken können, merkte die Austria Hintermannschaft durchaus daran, dass wir uns bei Alex Trappl bedanken können, dass es zur Halbzeit noch 0-0 stand. Endlich hatten wir auch mal das Quäntchen Glück, dass man sich tüchtig verdienen muss.

Sehr viel mehr zur ersten Hälfte können wir aufgrund Saturday Night Fever Einlage von zwei stockbesoffenen Hauptstadttussen nicht berichten…oida. Was da in Erinnerung geblieben ist…oida… sind unglaublicher Körpergeruch…oida…und starker Schweißaustritt – Details ersparen wir dem Leser. Hochachtung davor, dass ihr euch den Weg antut, schade aber dass ihr nicht des Spieles wegen sondern wegen was weiß der Kuckuck nach Salzburg gereist seid. Bitte wischt euch nächste Mal woanders ab…oida.

Zum Spiel: Wer die zweite Hälfte versäumt hat, ist selber schuld: Auf der Rasenseite zwei Mannschaften, die um jeden Zentimeter gekämpft haben wie es einem (Mini-)Derby gebührt. Die Anifer kamen (auch mitbegründet durch die Einwechslung von 99Kilo Mayer) deutlich stärker aus der Kabine. Da hätte es durchaus bei Alex Trappl klingeln können. Wie erhofft kann man aber eben in brenzligen Zeiten auf Paradestürmer Vujic vertrauen. Gib ihm den Ball, lass ihn drei Gegner ausspielen und dann einnetzen. Mehr ist dazu nicht zu schreiben. Sehrwohl hervorzuheben ist im Speziellen die linke Seite der Austria mit K(ampfschwein)reuzwirth und (T)Urbanek die sich die Lungen für jeden einzelnen Ball rausgelaufen haben. Der Einsatz von Letzterem wurde mit einem Tor der Marke Gewaltschuss gewürdigt. Da kann der überhebliche Anifer Torwart froh sein, dass der Peter an ihm vorbeigeschossen hat, sonst hieße er jetzt wohl Stefanie.
Auf der Gegengerade ein aufgeheizter Block, der wiedermal seinesgleichen sucht. Wir alle lieben unsere Austria, das ist wohl der Grund wieso man bei jedem Torjubel höllisch aufpassen muss, nicht unter die Masse zu kommen. Irgendwie muss das ein schöner Tod sein. Wer bei diesem Spiel nicht mindestens dreimal am Boden gelegen ist, war nicht im Block.

Es war also ein bewegter Karfreitag, an welchem - dem allgemeinen Fleischverbot zum Trotz - aus Anifern Dosenfutter wurde.

Was bleibt noch zu sagen?

- Es war nicht nur vom Ergebnis her ein Feiertag. Wo waren Kaffee und Kuchen?
- Schade, dass nicht um die Lizenz angesucht wurde. Nach dieser Leistung (auswärts!) ist der Käse noch nicht gegessen. Jetzt schmerzt die Niederlage in St. Johann umso mehr.
- Wie geil waren diese Torjubel? cool
- Lieber Walter….musst du wirklich einen Sponsor auf deinem Anzug tragen?

[Zur�ck]