(12.04.2008) SU Abtenau - Austria Salzburg 1:7 (0:2):

Überraschend viele Zuschauer hatten den Weg nach Abtenau gefunden, nachdem die Siege in Bergheim und zuhause gegen Hallein bereits mehr als eine Vorentscheidung im Titelrennen der 1. Klasse Nord gebracht hatten. Umgeben von einer einzigartigen Bergkulisse zeigten die Austria-Jungs gleich von Beginn, dass es auch an diesem Tag nur ein Ziel gab: drei weitere Punkte und der Aufstieg in die 2. Landesliga Nord. Jedem der elf eingelaufenen Spieler konnte man anmerken, welche Befreiung die Siege in den genannten Spielen gebracht hatte.

So dauerte es auch nur bis in Minute 7, ehe der Abtenauer Schlussmann das erste mal den Ball aus dem Netz holen musste. Hätte er geahnt, dass sich dieser Vorgang noch ein halbes Duzend mal wiederholen würde, er wäre wohl vorzeitig Richtung Duschkabine verschwunden. Dort wäre er übrigens bereits lange vor dem Schlusspfiff in guter Gesellschaft gewesen. Denn nach Toren von Neubauer, Schleindl (3x), Csenki und abermals Lenz fand Schiedsrichter Gangl, dass elf gegen elf in diesem Spiel doch recht unfair war und verwies Weiss und Federer unter fadenscheiniger Begründung des Feldes. Gleichzeitig gab er Elfmeter für die Bergemeinde und - siehe da - der Ball fand wirklich, zur Freude aller Abtenauer, den Weg ins Tor. Es schien als hätten die Jungs der Sportunion jetzt Lunte gerochen, denn ihr Schlussmann versuchte mehrmals nach einem Fehlschuss eines Austrianers das Spiel durch gezieltes, rasches Herausspielen aus dem eigenen Strafraum schnell zu machen. Es blieb jedoch beim letztendlich verdienten 7:1 für Austria Salzburg. Gratulation auch an Matthias Csenki zu seinem ersten Tor für die Austria!

Die Stimmung war besonders in der ersten Halbzeit unter Berücksichtigung der Umstände sehr gut. Die "Verdichtungsphase" der Fans zu Beginn des Spieles funktionierte nicht wirklich, was einem 20 minütigem Anfangsdauergesang jedoch keinen Abbruch tun konnte. Anfang der zweiten Hälfte wusste eine - bereits obligatorische - nette Pyroaktion zu gefallen. Alles in Allem wieder ein äußerst gelungener Nachmittag, einzig der feinzige Platzwart der Abtenauer, der unseren mit Bier gefüllten Blasen bereits 5 Minuten nach Spielende die Entleerung im Sportunion-WC verweigerte und uns stattdessen Richtung Feuerwehrgebäude verwies, wird uns in etwas negativer Erinnerung bleiben. Jedoch bringen auch wir gerne Opfer, um die vorrangigen Ziele, Aufstieg und eine ordentliche Stimmung, zu erreichen Und das mit oder ohne blasenbedingten Bauchschmerzen.

(GmiMo/08)

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