(09.06.2007) SV Austria Salzburg - SV Nussdorf 6:0 (4:0):



Was dieser Samstag für uns Hearts bedeutete, kann wohl auch das schönste Gedicht dieser Welt nicht einmal ansatzweise beschreiben. Kein Wort dieser Welt kann einem Nichtanwesenden näherbringen, welche Emotionen nach Spielabpfiff und im Zelt freigeworden sind. es war einmalig, sensationell - einer der schönsten Tage im Leben eines Austrianers. Aber was machte diese Einmaligkeit, diese Unbeschreiblichkeit aus? Es war wohl eine Verbindung aus Freude über den Meistertitel, Gemeinsames Feiern und Genugtuung gegenüber allen Zweiflern und Neidern.

Das Spiel selbst wurde zweitrangig, 2.500 Austrianer, Freunde und Sympathisanten feierten 90 min lang eine ausgelassene Party. Aber auch die „Kofler-Jungs“ wollten noch einmal zeigen, dass sie zu Recht in dieser Saison den Meistertitel eingefahren haben. Von Beginn an ließ man keine Zweifel aufkommen, wer am Schluss als Sieger vom Platz gehen wird und so ging es mit einem beruhigenden 4:0 Vorsprung in die Pause. Aber auch in der zweiten Halbzeit ging es in einer ähnlichen Tonart weiter, sodass es am Ende 6:0 für die Austria stand.

Sekunden nach dem Schlusspfiff feierten die Fans am Spielfeld, mitten unter ihnen die Mannschaft und ein Pokal gefüllt mit Bier. Die ausgelassene Stimmung wurde wenig später in das Zelt verlegt, wo bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam getrunken und gesungen wurde. Die Präsentation der Meistermannschaft wurde von hochgehaltenen Schals, Fahnen und Gesängen begleitet.

Auch die Salzburger Regional- und Überregionalmedien ließen es sich nicht nehmen, über dieses einzigartige Ereignis zu berichten. Auch der ORF sendete in seiner Sendung „Salzburg Heute“ Bilder vom Spiel. Und siehe da: Am Spielfeld liegende Bengalische Lichter wurden plötzlich nicht mehr als Ausfluss einer gewaltbereiten (Hooligan-) Szene angesehen, sondern als Erinnerung an glorreiche Lehen-Zeiten. Alte, kindliche und weibliche Austrianer gab es plötzlich genauso wie die „Spaßfraktion der Kurve“. Es scheint, als wäre – als Nebeneffekt der Meisterfeier – etwas gelungen, was wohl anders gar nicht zu erreichen gewesen wäre: Fanatismus und Leidenschaft werden nicht mehr mit Gewaltbereitschaft und Desinteresse für den Fußball als Sportart gleichgesetzt. Es scheint so, also würden überall in den Medien Leute sitzen, die auf der Meisterfeier des FC RB Siezenheim waren und jetzt ein wenig neidig sind, dass wir Fußball „leben“ und nicht verkaufen. Danke Austria, was du uns zu geben im Stande bist, ist unbeschreiblich – mit keinem Wort und so schließt sich der Kreis.


(GmiMo/07)

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