(18.05.2008) USK Hof - SV Austria Salzburg 0:5 (0:2):

Heute drehte sich alles nur um Hof. Einerseits sagte leider Thomas Hofer der Austria als neuer Trainer ab. Andererseits ging es zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison nach Hof, und geparkt wurde standesgemäß beim Hofer. Am Platz angekommen stachen schon einige Hofer besonders ins Auge, aber nur aufgrund ihrer besonderen Vorliebe zu gewissen Trainingsjacken. Trotzdem schmeckte der Leberkäse vorzüglich und der Bierpreis (2,50) wusste zu gefallen. Aber nun genug der Hofer.

Nach den letzten nicht gerade berauschenden Auftritten unserer Austria in der Fremde wurde diesmal ein wahrer Meisterkick gezeigt. Die violetten Kämpfer auf dem Platz lieferten eine wirklich sehenswerte Partie ab - schöne Kombinationen, viel Laufbereitschaft und tolle Kampfkraft. Die Austria ließ im wahrsten Sinne des Wortes nichts anbrennen, um den Meister vorzeitig zu fixieren.
Schon nach ca. 19 Minuten (gerundet) schoss Neubauer die Violetten in Front. 33 Minuten später war der wieder super aufspielende Xandi Seywald nach einem Stanglpass der Schnellste und drückte zum Pausenstand von 0:2 ein.
In der 2. Hälfte das gleiche Bild, die Austria im Vorwärtsdrang. So war es nur mehr eine Frage der Zeit, bis Lenz und Neubauer die auch in dieser Höhe verdiente Führung auf 5:0 ausbauten. 5:0? Stimmt genau, denn die Heimischen lieferten - so quasi als Meistergeschenk - ebenfalls ein Tor bei, natürlich ins eigene Tor.
Dass wieder einmal die Null im Ergebnis steht, ist unserem Paradetorhüter Alex Trappl zu verdanken. Er entschärfte eine 99,4% Chance, als ein Hofer allein auf ihn zustürmte und hielt auch durch weitere Glanzparaden den Kasten sauber.

Die Stimmung auf den Rängen war typisch für ein Auswärtsspiel, es ging nicht besonders viel. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass überhaupt kein Gedanken mehr an die bittere Cupniederlage verschwendet wurde und wird, weder von den Spielern - noch von den Fans.
Während des Spiels war also nicht besonders viel los auf den Rängen, es herrschte mehr Gaudistimmung. Dies änderte sich aber abrupt in den letzten 5 Minuten des Spiels, als wirklich JEDER, angefangen von der Spielerbank bis hin zu den Fans, von einem sehr eigenartigen und stolzen, ja eigentlich unbeschreibbaren Gefühl gepackt wurde - das Gefühl des Meisters! Es wurde jedem das erste Mal so richtig bewusst, dass der Meistertitel nun endgültig fixiert wurde. Die Ersatzspieler feierten schon in den neuen Meistertrikots, und bei uns Fans herrschte auch Jubelstimmung. Ein Fan hörte den vermeintlichen Schlusspfiff und stürmte kurzerhand mit einer Sektflasche den Rasen :-)
Nach dem richtigen Schlusspfiff gab es natürlich kein Halten mehr, der Rasen wurde gestürmt und unsere Meistermannschaft mitsamt dem Meistertrainer und Meisterteam entsprechend gefeiert!

Uns kann niemand mehr aufhalten!

(mn/08)

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