(30.08.2008) SV Austria Salzburg - USV 1960 Berndorf 3:1 (1:1):

Nach dem bitteren Cup-Aus gegen Hallwang musste es 3 Tage später gegen Berndorf weitergehen. Erfreulicherweise fanden sich um die 1.000 Zuschauer ein, um einem weiteren Pflichtsieg entgegenzusteuern.
Das Highlight des Spiels gab es schon vor Anpfiff: Der legendäre Marco Antonio Dos Santos (wer sich erinnern kann, Didi Ziesel ist da unserem Platzsprecher noch einiges voraus...), besser bekannt als Marquinho, fand sich zum Ehrenanstoß ein. Man kann wirklich stolz sein, wenn solche Persönlichkeiten unserer Austria die Ehre geben. Hierfür ein Dank an die Verantwortlichen, die diesen Coup eingefädelt haben! Zur Überraschung aller konnte er sich sogar noch an seinen Stangenpendler im San Siro erinnern, den einige Purple Hearts schon damals live im Stadion miterleben durften.

Doch nun vom Uefa-Cup zur 2. Landesliga Nord. Die Austria startete verkrampft in die Partie. Auch der nötige Einsatz stimmte bei einigen nicht, kurz gesagt, es lief nicht viel zusammen. Erst in Minute 20 verbuchte man die erste Torchance. Wie üblich, kamen auch die Gäste einige Male gefährlich vor das Tor von Trappl.
Kurz vor der Halbzeit nahm sich dann Jukic ein Herz und unternahm ein 60-Meter-Solo: Er schnappte sich vor der Mittellinie den Ball, die Berndorfer erwarteten ein Abspiel auf unsere beiden Stürmer. Da aber beide im Abseits standen, marschierte Jukic einfach an den Verteidigern vorbei und schloss souverän ab.
Ein Traumtor, das man jedoch wieder nur kurz bejubeln konnte. Mit dem Halbzeitpfiff jubelten nämlich die Berndorfer. Beschreibung des Ausgleichstores: siehe alle Spielberichte der heurigen Saison!

In Halbzeit 2 kam leider keine ausgewechselte Austria aus den Kabinen. Es war ein nicht schön anzusehender Kick beider Mannschaften und es dauerte wieder rund 20 Minuten, bis Jukic abermals seinen Führungstreffer bejubeln durfte - nach schönem Zuspiel des gut spielenden Federer.

Danach kam die große Stunde des Linienrichters. Gut 57 Mal hob er die Fahne und bewies damit, dass er die Abseitsregelprüfung noch nicht abgelegt hat. Eine tolle Leistung, ein Abseits oft schon vor einem Abspiel anzuzeigen. Mit seinem hämischen Grinser beim Abgang wusste man Bescheid, dass er nicht umsonst auf Seiten des Berndorfer Anhangs gestanden ist.
Erst in der Nachspielzeit kam dann das erlösende 3:1 durch Oliver Trappl, der damit seinen Formanstieg untermauerte. Er ist also längst nicht abzuschreiben. Respekt, wie er seine Situation meistert - damit könnte er noch sehr wertvoll für uns werden.


(mn/08)


Doppelt hält besser:

Nach dem Ausscheiden im Cup war uns nicht klar, wie sich diese Niederlage auf die Mannschaft ausgewirkt hatte. War es zusätzliche Motivation, nun endlich die gesamten Kräfte auf die Meisterschaft zu bündeln? Oder würden immer noch die Narben nach dem unglücklichen und unverdienten ausscheiden aus dem Stiegl-Cup schmerzen? Leider präsentierten sich unsere violetten Helden eher unmotiviert und doch niedergeschlagen. Einzig unserem Neuzugang Mersi Jukic war es zu verdanken, dass es nach etwa einer halben Stunde dann doch etwas zu jubeln gab: nach einem super Solo über gut 50 Meter, in dem er die gesamte Berndorf-Abwehr überspielte und deren Schlussmann keine Chance ließ, hieß es 1:0 für Austria Salzburg. Kurz vor der Pause dann der Schock, die gesamte Kurve hatte sich bereits erleichtert abgewendet, als ein Steilpass etwas zu lang geriet und Alex Trappl den Ball unter sich zu begraben schien. Irgendwie gelang es jedoch dem Berndorf Stürmer den Ball ins Tor zu manövrieren...

In der zweite Halbzeit dann ein verändertes Bild: Die Austria mit mehr Biss, mehr Zug zum Tor und aufgrund der erneuten Führung , neuerlich nach einem tollen Solo von Jukic, auch mehr Räume für Schleindl, Lenz und Diaz, der immer wieder über links gefährlich durchbrach. Einen Ausbau der Führung verhinderte einzig und alleine der Linienrichter, der mehrmals unmtotiviert die Fahne hob, obwohl der angespielte Spieler meilenweit NICHT im Abseits stand. Überhaupt ist anzumerken, dass der ein oder andere Assistent die "Reform" der Abseitsregel verschlafen haben dürfte. Denn kaum steht ein Spieler im Abseits wird meist die Fahne gehoben, egal ob er auch angespielt wird oder nicht.

Oliver Trappls ist es zu verdanken, dass der Austria auch noch ein Dritter Treffer gelang, kurioserweise gelang ihm dies aus einer schwer nach Abseits riechenden Position. Es war erkennbar, dass er sich in den Strafräumen der gegnerischen Mannschaften doch wohler fühlt als auf der linken Abwehr-Mittelwelfseite. Weiter so Obelix, wir würden dich gerne wieder in der Startformation sehen!

Die Stimmung an diesem Tag eher auf der elendigen Seite, man darf gespannt sein, was uns im Spitzenspiel gegen Kuchl erwartet, denn dann wird die mannschaft auf die Mithilfe des 12. Mannes angewiesen sein, die unseren Spielern die nötige Kraft gibt, 90 Minuten für Austria Salzburg zu kämpfen und den gegnerischen Spielern doch etwas von deren Motivation nimmt, mit der JEDER Spieler der 2. Landesliga in das Match gegen den drei-fachen österreichischen Meister geht.

Nicht vergessen werden darf jedoch, dass vorher noch ein schweres Auswärtsspiel gegen Oberhofen auf uns wartet, sollte jedoch jeder Austrianer (egal ob Kurve oder Mannschaft) eine normale Leistung abrufen können, wird diese Auswärtsfahrt sicherlich nicht zum Stolperstein werden und wird die Austria auch nach diesem Spiel dort stehen, wo sie hingehört - an der Tabellenspitze.


(gmimo/08)

[Zur�ck]