(09.05.2009) FC Bergheim - SV Austria Salzburg 2:3 (1:1):

Zum zweiten Mal nach der Neugründung gings auswärts gegen den FC Bergheim, der letzte Saison gemeinsam mit der Salzburger Austria aus der 1. Klasse Nord in die 2. Landesliga Süd aufstieg. Bei den meisten Austrianern war nach den Siegen gegen Kuchl, Plainfeld und Bürmoos bereits die Spannung heraußen, ganz wohl war mir beim Betreten des "Stadions" dennoch nicht. Immer wieder drängten sich die gleichen Gedanken in den Vordergrund: Würde Grünau bei einer Niederlage der Austria noch einmal Lunte riechen? Würden die Austrianer bei einer Niederlage heute Nerven zeigen?

Bereits die ersten Minuten in dieser Partei schienen eine Antwort zu liefern: die Mannschaft zeigte bereits heute Nerven! Immer wieder machten sich Bergheimer Spieler alleine auf den Weg in Richtung Alex Trappl, nur die eigene Nervösität bzw. Unfähigkeit der Bergheimer verhinderten vorerst, dass Alex nicht den Ball aus dem Kasten holen musste.

Meine Gedanken wichen wieder vom Spielgeschehen ab. Die Bilder der Chaos Crew- Choreo kamen mir wieder in den Sinn. Eine Choreo mit den Buchstaben des eigenen Fanclubs auf Doppelhaltern? Irgendwie war ich hin und her gerissen zwischen der Freude, dass eine weitere Gruppe der Kurve aktiv wurde und meinen Zweifeln, ob diese Selbstdarstellung zum Einstieg nicht doch etwas unpassend erschien. Ich hatte nicht die Zeit, diese Gedanken zu Ende zu führen, denn diesmal waren zwei Bergheimer alleine vor Alex Trappl aufgetaucht und brachten es tatsächlich fertig, den Ball auch im violetten Tor zu versenken.

"Sch***" schoss es mir durch den Kopf, würde das Schreckens-Szenario des Nichtaufstiegs letztendlich Realität werden? Wären Spieler wie Mayer, Jukic und Neubauer ein weiteres Jahr in der 2. Landesliga Nord überhaupt zu halten? Meine Horror-Überlegungen wurden von einem zur Eckfahne rutschenden Heli Rottensteiner unterbrochen, der mit einem Gewaltschuss vom 16-ner gerade den Ausgleich erzielt hatte.

Meine Anspannung konnte ich an diesem Tag jedoch weiter nicht ablegen. Ein Unentschieden - fehlen noch weitere drei Punkte zum Meistertitel - so meine Überlegungen. Erst als dieser Gedanke bereits die Mehrzahl der mitgereisten Austrianer erreicht hatte, gelang Christoph Kopleder in der Nachspielzeit das entscheidende 3:2, nachdem die Berheimer die zwischenzeitliche Führung der Austrianer ausgeglichen hatten.

Wieder konnten drei wichtige Punkte eingefahren werden und liegt es nun an den, durch diesen wichtigen Sieg zusätzlich motivierten Austrianern, nächste Woche zuhause gegen Adnet alles klar zu machen. Denn mit einem Sieg wäre auch ich, als äußerst skeptischer und ängstlicher Fan, überzeugt, dass es auch dieses Jahr in der Liga der Austria nur einen Meister geben kann - nämlich die Austria selbst!

(GmiMo/09)

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